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Einsatzübung im Stephanus Alten- und Pflegeheim in Dinkelsbühl

 

Die Feuerwehr Dinkelsbühl hat am 15.05.2012 eine Einsatzübung am Stephanus Alten- und Pflegeheim in Dinkelsbühl durchgeführt. Auf Einladung der Heimleitung wurde die Dinkelsbühler Wehr mit einem Einsatzszenario konfrontiert, bei dem sich, so die Annahme, in einem Teilbereich der Einrichtung ein Brand ausgebreitet haben sollte. In der  Lagemeldung ging man von einer vermissten Person, einem Kind und von zwei weiteren vermissten Heimbewohnern aus, die als Demenz Patienten einzustufen waren.

Demenz:

„Weg vom Geist“ bzw. „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche

Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen.

Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen

gemeint, nämlich der Verlust der geistigen

Leistungsfähigkeit.

 

     Mehrere Trupps unter Atemschutz machten sich daher auf die Suche nach den Vermissten.

Die Wasserversorgung wurde zum einen über den nahen Oberflurhydranten aufgebaut und zusätzlich mittels TS 8 aus einem Teich hergestellt. Dabei wurden die Kameraden durch ein in der Feuerwehrzufahrt parkendes Fahrzeug behindert. Der Weg für das Löschfahrzeug war versperrt und die Helfer mussten die Tragkraftspritze mühsam von Hand zum Ort der Wasserentnahme tragen.

Die zwei orientierungslosen Heimbewohner wurden schnell durch die Einsatzkräfte lokalisiert 

   

und zur weiteren Versorgung an die Sanitäter übergeben. Kurze Zeit später wurde auch die vermisste und verletzte Person gefunden und mit Hilfe der Drehleiter

vom Balkon des Speisesaals gerettet. Das verletzte Kind konnte ebenfalls kurz darauf durch die Atemschutzkräfte in die Obhut der Sanitäter gegeben werden.  

 

Die Heimleitung bedankte sich in der nachfolgenden Besprechung für die Durchführung der Übung und betonte, dass es für die Bewohner der Einrichtung eine nette Abwechslung sei,  und sich die Verantwortlichen nach einer gelungenen „Rettung“ deutlich wohler fühlen.

 

Für die Feuerwehren ist die Durchführung entsprechender Übungen ein wichtiger Meilenstein bei der Optimierung der Einsatztaktik und der Kontrolle und Verbesserung der Einsatzpläne. Besonders bei Schadensfällen in Einrichtungen, in denen demente Bewohner untergebracht sind, warten auf die Rettungskräfte spezielle Herausforderungen. Durch die Erkrankung sind diese Personen orientierungslos und in der Wahrnehmung und Einschätzung von Gefahren stark eingeschränkt. Hier müssen die Rettungskräfte jeden Einzelnen betreuen und wenn möglich, direkt in die Hände geschulter Helfer oder Pfleger weitergeben.  

Die Feuerwehr Dinkelsbühl bedankt sich bei den Verantwortlichen und den Helfern für die zu Verfügungstellung des Übungsobjektes und für die Verpflegung und Betreuung während und nach der Übung.

 

Bericht: J. Bohnsack

 

Bilder: K. Ackermann

 
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